... nehmen kein Ende im Hause Rockelfe.
Montag im Krankenhaus. Das kleine Mädchen muss zur Langzeit-EKG-Kontrolle.
Und da kommt schon der Superchefarzt und schaut sich die Werte an.
"Die hat eine Gedeihstörung."
"Wie bitte?"
"Eine Gedeihstörung. Das liegt daran", er mustert mich von oben bis unten, "dass sie zuwenig Milch haben. Wir füttern jetzt zu" , sieht zur Arzthelferin, "machen Sie eine Flasche Milch fertig!"
"Äh, Moment mal, wir werden jetzt nicht zufüttern! Wovon reden Sie eigentlich?"
"Sie hat nur 300g zugenommen. Das ist zuwenig. Sie haben nicht genug Milch."
Ich kam mir vor wie eine Kuh.
Das Ende vom Lied: Sie liegt auf der 30-er Perzentiele (Häh? Zuwenig zugenommen?). Wir haben nicht zugefüttert... Ich hasse alle Ärzte.
ABER: Ich liebe meine Nähmaschine :)
Sonntag, 18. August 2013
Montag, 5. August 2013
Pfützenhüpfen
... Sonnenschein und strahlend blauer Himmel.
Dann auf einmal ein Wolkenbruch, Regenmassen, die die Straße herunterströmen und nach dem Unwetter bleiben unzählige Pfützen zurück.
Was gibt es nun Schöneres als Pfützenhüpfen?
Für Matti gibt es nix, aber auch gar nix Schöneres.
Dann auf einmal ein Wolkenbruch, Regenmassen, die die Straße herunterströmen und nach dem Unwetter bleiben unzählige Pfützen zurück.
Was gibt es nun Schöneres als Pfützenhüpfen?
Für Matti gibt es nix, aber auch gar nix Schöneres.
Donnerstag, 1. August 2013
Mittwoch, 31. Juli 2013
Geburtsbericht und die vier schrecklichen Tage danach
Am 07.07. um 23Uhr bin ich ins
Bett gegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich recht regelmäßige Wehen – nicht anders
als in den vier Wochen zuvor.
Aber nach dem Lesen konnte ich nicht einschlafen, die Wehen
kamen ab halb zwölf in einem 5-Minuten-Abstand, absolut regelmäßig. Da Mattis
Geburt von der ersten Wehe an nur zwei Stunden gedauert hat, bin ich
aufgestanden und habe dem Mann Bescheid gesagt, dass ich erst losfahren will,
wenn die Abstände 2 Minuten betragen (Angst vor dem prophezeiten Kaiserschnitt :)). Nur fünf Minuten
später war das der Fall und der arme Herr Rockelfe wurde leicht nervös…
Um viertel vor zwölf gings los ins Krankenhaus, um kurz nach
zwölf waren wir im Kreissaal. Da habe ich der Hebamme schon gesagt, dass es
nicht mehr lange dauert; der Muttermund war tatsächlich schon 9cm auf. Die
herbeigerufene Ärztin fragte: „Soll ich den Chefarzt rufen?“ und ich schrie: „Um
Gottes Willen, nein!“ Da dachte ich noch, ich press das Baby schnell raus, bevor
er es aus dem Bett schafft.
Die Ärztin fühlte sich wohl wegen der Herzarhythmie
unsicher und hat den Chefarzt doch dazugerufen und das Baby lag zunächst in
Sterngucker-Lage, sie hat sich unter der Geburt im Geburtskanal noch um 180°
gedreht, deshalb habe ich es nicht vor der Ankunft des nach Likör riechenden
Chefarztes in seinem Lacoste-Polohemd geschafft – welch Klischee!
Trotzdem hat die Kleine es recht eilig gehabt – geboren war
sie dann um 01:05 Uhr.
Ich habe sie auf den Bauch gelegt bekommen und dann gings
los… die folgenden Ereignisse haben mich doch recht gründlich traumatisiert.
Der ursprünglich angekündigte Kinderarzt, der gerufen werden sollte, um sich
die Kleine anzuschauen, war nicht gerufen worden. Statt dessen und ohne vorige
Information wurde eine spezielle Kinderklinik informiert, die mit zwei Ärzten
und einem Rettungswagen angerückt waren. Nur zwei Minuten nach der Geburt riss
man mir mein agiles und fittes kleines Mädchen weg und brachte es in einen
anderen Untersuchungsraum. Den armen, tapferen Ehemann habe ich dann
mitgeschickt, der wenigstens war bei der Untersuchung dabei, durfte sie aber
nicht einmal anfassen. Angelegt hatte ich sie natürlich auch nicht…
Nach ungefähr einer Stunde wurde sie nochmal kurz in den
Kreissaal gebracht, ich wurde währenddessen versorgt, sie wurde gemessen und
gewogen, ich durfte sie nicht anfassen, dann wurde sie wieder weggebracht. Ich
wurde aus dem Kreissaal geschoben und durfte sie von weitem nochmal in einem
Inkubatorbett sehen, bevor man sie in die Kinderklinik gebracht hat. Die
Kinderärztin hat mich noch darüber informiert, dass ich sie zwar am nächsten
Morgen besuchen, aber nicht dableiben darf, jetzt im Wagen hinterherzufahren,
würde auch nicht in Frage kommen. Und weg war sie. Und ich hatte mein Baby
insgesamt vielleicht drei Minuten gesehen.
Erst am nächsten Tag durfte ich zu ihr. Von Montag, dem Tag
der Geburt, musste sie bis Donnerstag in dieser Klinik bleiben mit dem
Resultat, dass sie die bereits diagnostizierte Arhythmie hat, diese sich aber
mit großer Wahrscheinlichkeit bis zum
10. Lebensjahr verwächst und selbst wenn nicht, wird sie damit keiner
körperlichen Einschränkung unterliegen.
Ich bin noch immer so wütend über dieses unverschämte
Vorgehen! Mit keinem Wort (und ich war vor der Geburt dreimal in diesem
Krankenhaus) wurde die Möglichkeit angesprochen, dass die Kleine in eine
spezielle Klinik mit Pränatalstation muss. Dann wäre ich ja auch von Anfang an
in eine solche Klinik gegangen, um bei ihr sein zu können.
Im Nachhinein habe
ich recherchiert, dass die Geburtenrate in meinem Entbindungskrankenhaus
rückläufig ist – liegt es vielleicht daran, dass man uns nicht informiert hat?
Mir und meinem Mann hat man so eine Menge weggenommen, was sich nicht mehr
nachholen lässt. Die wichtigen ersten Minuten und Stunden nach der Geburt
durften wir nicht mit unserem Baby verbringen. In den ersten Tagen habe ich
immer geweint, wenn ich die Kleine auf dem Arm hatte. Weil ich wusste, dass ich
sie wieder abgeben muss. Weil ich Angst hatte, dass sie mir wieder weggenommen
wird. Noch immer bestimmt dieser Gedanke einen großen Teil der Zeit, die ich
mit ihr alleine verbringe. Ich hoffe, dass das bald aufhört.
Dienstag, 23. Juli 2013
Vorgeburtsbericht
So einen Geburtsbericht zu schreiben, kann ja auch therapeutisch wirken…
Also hier nun mal meiner.
Ich muss ein wenig ausholen. In der 34. Woche stellte mein Frauenarzt bei
einer Doppler-Untersuchung eine Arhythmie beim Herzschlag des Babys fest. Das
kleine Herz macht immer drei Schläge und lässt dann einen aus. Für ihn war aber
sofort klar, dass es sich lediglich um eine Unreife des Herzens handelt und
dass es sich, wenn nicht schon in der Schwangerschaft, dann aber rasch nach der
Geburt verwachsen wird.
Trotzdem hat er mich ins Krankenhaus geschickt, damit eine genauere
Untersuchung stattfinden kann, dies gleich gekoppelt mit der Anmeldung zur
Geburt.
Also bin ich ins Krankenhaus gefahren und habe dort mit dem Chefarzt
gesprochen. Der war derselben Meinung wie mein Frauenarzt: Ein organischer
Herzfehler konnte im Ultraschall ausgeschlossen werden, also eine Unreife. Das
Krankenhaus habe keine Neugeborenenstation, dies sei aber kein Problem, sie
hätten 24h einen Kinderarzt abrufbereit, der würde nach der Geburt kommen und
nach der Kleinen schauen. Eine Verlegung des Babys sei unter diesen Umständen
nicht notwendig und ich könnte problemlos in der Klinik entbinden.
Die letzte Aussage war besonders wichtig, weil ja schon die erste Geburt
von der ersten Wehe bis zur Geburt nur 2h gedauert hat und wir wirklich
Bedenken hatten, es ins Krankenhaus zu schaffen.
Dann kam allerdings die Rede auf eine mögliche Einleitung: Mit diesem
Befund würde der Chefarzt ungern über den Termin gehen, am liebsten eigentlich
einen Kaiserschnitt vornehmen – zwei Optionen, die für mich nur im absoluten
Notfall in Frage kommen, das habe ich ihm auch so mitgeteilt. Er schaute recht
schief und war augenscheinlich nicht begeistert von meinen Einwänden, aber das
war mir recht gleich.
Beim Frauenarzttermin zwei Wochen später wurde es dann schwierig. Ich
hatte zu dem Zeitpunkt schon recht spürbare Übungswehen, die in kurzen
Abständen kamen und ein CTG konnte aufgrund der Arhythmie des Babys nicht
geschrieben werden – Einweisung ins Krankenhaus. Mit dem Chefarzt hatte ich da
zum Glück nix zu tun, aber wie bereits in einem früheren Post geschildert, habe
ich so ziemlich jede Hebamme, jede Ärztin und jedes CTG-Gerät der Klinik kennen
gelernt. „Kommen Sie unter der Geburt, wenn der Muttermund vollständig geöffnet
ist, dann kommen Sie um den Kaiserschnitt herum“, war der sympatischste Rat
einer Ärztin am Entlassungstag – am liebsten hätte man mich dabehalten und
direkt einen Kaiserschnitt gemacht, obwohl es dem Baby hörbar gut ging.
Zu Hause habe ich erstmal geweint -
die Vorstellung, dass mit mir unter der Geburt etwas gemacht wird, was
ich nicht will und was auch nicht zum Wohle des Babys ist, denn dem ging es ja
gut, das war eine schreckliche Vorstellung. Daniel hat versprochen auf mich
aufzupassen zu verhindern, dass es ohne Indikation zu einem Kaiserschnitt oder
einer Einleitung kommt, aber ab diesem Zeitpunkt habe ich jeden Tag gebetet und
gehofft, dass die Geburt von alleine losgeht.
Zum Glück ist mein Frauenarzt auch kein Freund einer künstlichen
Einleitung und hat mit als Einziger verstanden, dass es eben nicht möglich ist,
ein anständiges CTG zu schreiben und stellte deshalb von Anfang an klar:
Übertragen geht. Erst am 10. Tag würde es ihm zu heikel werden. Glück gehabt.
Acht Tage nach dem errechneten Geburtstermin, am 7.7. war ich wieder im
Krankenhaus zur CTG-Kontrolle, das war ein Sonntag und der Arzt hatte zu. Ich
habe lange überlegt, ob ich überhaupt gehen soll… wäre ich mal nicht.
Nach einem misslungenen CTG (Oh Wunder) hatte ich wieder das „Chefarztvergnügen“.
Dieser hatte die glänzende Idee: „Sie bleiben hier, wir öffnen jetzt die
Fruchtblase, legen eine Sonde an den Kopf des Babys, um die Herztöne zu
überwachen und wenn sich in 24h nix tut, dann gibt’s einen Kaiserschnitt.“ Äh…
nein?! Ich habe mich dann selbst entlassen und zu Hause wieder geheult. Wir
haben an diesem Tag noch lange diskutiert, ob eine andere Klinik in Frage
kommt, aber auch in einer anderen Klinik erschien mir die Gefahr zu groß, dass
einfach aufgrund der CTG-Schwierigkeiten ein Kaiserschnitt gemacht würde – man konnte
den Herzschlag des Babys die gesamte Zeit gut hören wohlgemerkt, nur nicht
aufschreiben. Für das Krankenhaus stand aber außerfrage, dass die Herztöne des
Babys unter der Geburt permanent überwacht werden müssen – inclusive Aufzeichnung.
Eben nicht möglich.
Meine Hoffnung war, dass der Chefarzt Feierabend hat, wenn das Baby kommt
und dass es so schnell kommt, dass keine Intervention möglich und nötig ist.
Das hat leider nur fast geklappt, der Geburtsbericht folgt.
Und wer bis hier durchgehalten hat, kann auch noch ein paar Bilder anschauen: Eine Deniz-Hose in 74,
einen Yorick für mich, zwei Tage vor ET,
und eine 3/4-Moira für mich am Tag vor der Geburt.
Sonntag, 14. Juli 2013
Erste Blicke
...auf die kleine Muckelmaus.
Seit Donnerstag sind wir zu Hause, nach einer schrecklichen und für alle Beteiligten traumatischen Odyssee von der ich noch berichten werde.
Jetzt ist alles gut!
Und die kleine Ida muss schon Mamas selbstgenähte Klamotten tragen, wie auch sonst :)
Seit Donnerstag sind wir zu Hause, nach einer schrecklichen und für alle Beteiligten traumatischen Odyssee von der ich noch berichten werde.
Jetzt ist alles gut!
Und die kleine Ida muss schon Mamas selbstgenähte Klamotten tragen, wie auch sonst :)
Dienstag, 9. Juli 2013
Endlich! Freches Baby!
Ida ist endlich da!
Geboren am 8.7.2013 um 01:03 mit 51 cm und 3340g. Damit ist das kleine Muckelmäuschen glatte 3 cm größer und 500g schwerer als die große, stolze Schwester bei ihrer Geburt
Geboren am 8.7.2013 um 01:03 mit 51 cm und 3340g. Damit ist das kleine Muckelmäuschen glatte 3 cm größer und 500g schwerer als die große, stolze Schwester bei ihrer Geburt
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